News Tourismus zu Jobgipfel: Bekämpfung des Fachkräftemangels ist Gebot der Stunde

  • 20. September 2018
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„Mit aktuell 162.000 fehlenden Fachkräften in Österreich ist die Bekämpfung des Fachkräftemangels ganz klar das Gebot der Stunde. Jede Maßnahme zur Linderung dieses akuten Problems ist dementsprechend wichtig“, kommentiert die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Petra Nocker-Schwarzenbacher das heute, Mittwoch, im Rahmen des Jobgipfels präsentierte Modell der Regierung als wichtigen und notwendigen Schritt in die richtige Richtung.
 
Die Tourismuswirtschaft zählt zu jenen Branchen, die besonders unter dem akuten Arbeitskräftemangel leiden. Sowohl Fach- als auch Hilfskräfte fehlen in vielen touristischen Betrieben. Das liegt nicht zuletzt an der ungleichen Verteilung der Arbeitssuchenden in Österreich. Während in Westösterreich Hotel- und Gastgewerbebetriebe oft monatelang nach Köchen, Kellner, Etagenpersonal usw. suchen und kaum geeignete Arbeitskräfte finden, gibt es in Ostösterreich zahlreiche Arbeitslose in diesen Berufen. „Die Wintersaison steht quasi in den Startlöchern. Damit unsere Betriebe nicht – wie im Vorjahr – verzweifelt nach qualifiziertem Personal suchen müssen, braucht es jetzt einerseits eine akute Linderung des Problems, andererseits nachhaltige Lösungen für die Zukunft,“ so Nocker-Schwarzenbacher. 
 
Mit den im Jobgipfel avisierten Maßnahmen, allen voran der Erweiterung der Mangelberufsliste sowie Entbürokratisierung und Digitalisierung der Rot-Weiß-Rot-Karte werden ganz wesentliche Forderungen der Tourismuswirtschaft aufgegriffen.
 
Wichtig sei auch, den Beruf Koch, der nun österreichweit aktuell bei einer Stellenandrangsziffer von unter 1,5 liegt – d.h. auf eine offene Stelle kommen 1,5 passende Arbeitslose – so rasch als möglich auf die Mangelberufsliste zu setzen.
 
Um den akuten Bedarf an Mitarbeitern in der Wintersaison 2018/19 decken können, benötige die Tourismuswirtschaft ein Wintersaisonier-Kontingent von mindestens 2.000 Plätzen österreichweit. Ebenso sei eine neue Definition des Stammsaisonier-Kontingents dringend notwendig, die sich an einer Beschäftigungsdauer in den letzten 10 Jahren in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft orientieren sollte. „Auch die Umsetzung des Saisonverlängerungsmodells, wäre ein Riesenschritt um die Jobs im Tourismus zu attraktivieren“, verweist Nocker-Schwarzenbacher auf ein fertig ausverhandeltes Modell, das große Vorteile für die Mitarbeiter brächte und auf Umsetzung warte. 
 
Auch den Vorschlag der Regierung, asylberechtigte, junge Menschen verstärkt in die Lehre zu bringen, begrüßt die oberste Tourismussprecherin. „Unsere Betriebe nehmen gerne topmotivierte junge Menschen auf, die es sich zur Berufung machen wollen, sich um Gäste zu kümmern,“ so Nocker-Schwarzenbacher und verweist diesbezüglich auf die Bemühungen der Branche um „Nachwuchs“, etwa an die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung oder auch die aktuelle Überarbeitung der touristischen Lehrberufe.  
 
„Die Politik schafft die Voraussetzungen, damit wir gut wirtschaften und den Mitarbeitern bestmögliche Voraussetzungen bieten können. Denn unseren Betrieben ist klar, dass die Mitarbeiter ihr wichtigstes Kapital sind. Selbstverständlich werden wir auch auf betrieblicher Ebene weiterhin an Verbesserung arbeiten. Klar ist aber, dass die Maßnahmen zur Beschäftigungspolitik in ein umfassendes Gesamtpaket integriert sein müssen, so Nocker-Schwarzenbacher abschließend. (PWK619/ES)
 

Tags: Wien

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